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13. Februar 2013

Designlegenden: Achille Castiglioni

1957 gestaltete er den "Mezzadro" der einem Traktorensitz nachempfunden ist.

Der Italiener Achille Castiglioni gehört zu den ganz großen Designern in der Geschichte der Möbelherstellung. Er machte aus einem wippenden Treckersitz einen Hocker und aus einem Autoscheinwerfer eine Lampe – mit gewitzten Ideen wurde Castiglioni zu einem Star der Design-Szene. Heute sind viele seiner Entwürfe in den großen Museen der Welt wie etwa dem Museum Of Modern Art in New York zu bewundern.

In den Nachrufen zu seinem Tod am 6. Dezember 2002 drückten renommierte Kollegen ihre Trauer aus: „Ohne ihn gäbe es uns gar nicht! Er war mein Held“, bekannte der Brite Norman Foster. „Er hat nicht mit dem Zeichenstift entworfen, sondern mit dem Kopf“, schwärmte der Pariser Designer Michele De Lucchi. Zusammen mit seinen Brüdern war Achille Castiglioni einer der Begründer der Stilrichtung „Italienische Schule“. Den drei Castiglionis liegt das Kreative ihm Blut: Ihr Vater war Bildhauer, er arbeitete am berühmten Mailänder Dom mit.

Achille Castiglioni wurde am 16. Februar 1918 in Mailand geboren. Nach einem Architektur-Studium an der Universität seiner Heimatstadt gründete er mit seinen Brüdern Pier Giacomo und Livio ein Designbüro. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch einen schlichten, sachlichen Stil aus.

Besonders bekannt wurde Achille Castiglioni durch sein Prinzip, bereits bestehende Produkte auf überraschende Weise neu zu verwenden. So entwickelte er den Hocker Sella aus einem Fahrradsattel. Der Treckersitz Mezzardo entstand bereits im Jahr 1956. Der Designer verwendete einen handelsüblichen Traktorsitz, den er mit einer Flügelmutter an einem freischwingenden Bandstahlbogen befestigte. Ein robustes Querholz stabilisiert das Sitzmöbel am Boden.

Achille Castiglioni war ein humorvoller Designer, der stets forderte, dass trotz aller Rationalität ein spielerischer Ansatz bei der kreativen Arbeit nie fehlen darf. Eines seiner ersten Werke ist ein besonders leichter Staubsauger, den man sich auf den Rücken schnallt. Zu den frühen Entwürfen gehört auch eine Deckenfluterleuchte, die schmal wie ein Besenstiel ist. „Wichtig war für mich immer, dass ich durch Weglassen zum Eigentlichen komme, zur Essenz“, sagte Achille Castiglioni einmal in einem Interview. Heute sind seine wichtigsten Werke im Studio Museum Achille Castiglioni in Mailand zu sehen.






 
 

 
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