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4. Dezember 2012

IKEA Untersuchung zu Produktionsbedingungen in der ehemaligen DDR

Ikea

Im vergangenen Jahr berichteten die Medien darüber, dass IKEA vor etwa 25 bis 30 Jahren Produkte von Lieferanten aus der ehemaligen DDR bezog, die wahrscheinlich mithilfe von Häftlingen, auch politischen Gefangenen, hergestellt wurden.

Der IKEA Konzern nahm diese Anschuldigungen sehr ernst und leitete umgehend eine interne Untersuchung ein. Darüber hinaus wurde im Mai 2012 die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young damit beauftragt, eine unabhängige Untersuchung der Einkaufspraktiken in der ehemaligen DDR und Kuba durchzuführen.

Die Untersuchung durch Ernst & Young ist nun abgeschlossen. Seit Mai wurden ca. 20.000 Seiten relevanter Unterlagen und Akten aus internen Archiven des IKEA Konzerns und ca. 80.000 Archivalien bei den Bundes- und Landesarchiven ausgewertet. Des Weiteren wurden 90 Gespräche mit noch aktiven und teilweise ausgeschiedenen Mitarbeitern von IKEA sowie mit Betroffenen, Beteiligten und/oder Zeitzeugen der damaligen DDR geführt. Zusätzlich wurden eine öffentliche Hotline für sachdienliche Hinweise eingerichtet und Fragebögen an noch aktive oder ehemalige Mitarbeiter des IKEA Konzerns versendet.

Die Untersuchung ergab Hinweise, dass politische Häftlinge und Strafgefangene in Teilen an der Produktion von Komponenten oder Möbelstücken, die vor 25 bis 30 Jahren an IKEA geliefert wurden, beteiligt waren. Außerdem zeigte die Untersuchung, dass es Vertreter im IKEA Konzern gab, denen die Möglichkeit des Einsatzes politischer Gefangener in der Produktion von IKEA Produkten in der ehemaligen DDR bewusst war. Obwohl der IKEA Konzern Schritte unternahm, um sicherzustellen, dass Gefangene nicht für die Herstellung eingesetzt wurden, ist es nun klar, dass diese Maßnahmen nicht wirkungsvoll genug waren.

Die Untersuchung umfasste auch mögliche Einkaufsaktivitäten in Kuba. Der IKEA Konzern hatte zu keinem Zeitpunkt langfristige Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten in Kuba. Die Untersuchung bestätigt, dass nur eine begrenzte Anzahl von Musterstücken gekauft wurde, die aber nicht den IKEA Qualitätsanforderungen entsprachen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass der IKEA Konzern weitere Produkte aus Kuba erhalten hat.

“Wir bedauern außerordentlich, dass dies geschehen konnte. Der Einsatz von politischen Gefangenen in der Produktion wurde vom IKEA Konzern zu keinem Zeitpunkt akzeptiert. Zu jener Zeit hatten wir noch nicht das heutige gut ausgearbeitete Kontrollsystem und haben offensichtlich nicht genug getan, um derartige Produktionsweisen zu verhindern.”

Jeanette Skjelmose, Sustainability Manager bei IKEA of Sweden

Der IKEA Konzern ist auch weiterhin daran interessiert, zur Aufklärung der Produktionsbedingungen in der ehemaligen DDR beizutragen. Daher haben wir uns entschlossen, ein wissenschaftliches Forschungsprojekt der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) zur Zwangsarbeit in der ehemaligen DDR zu unterstützen.

Alle IKEA Produkte müssen unter akzeptablen Bedingungen hergestellt werden. Seit 2000 gilt bei IKEA einer der fortschrittlichsten und anerkanntesten Liefer-antenverhaltenskodexe der Welt (IWAY). Mehr als 1.000 Kontrollen werden pro Jahr durchgeführt, um die Einhaltung durch die Lieferanten zu bestätigen „Wir sind überzeugt, dass der heutige IKEA IWAY-Standard sowie unser umfassendes Kontrollsystem, das externe Prüfer einschließt, das Risiko effektiv vermindert, dass so etwas heute passiert“, so Skjelmose weiter.

“Wir sind überzeugt, dass der heutige IKEA IWAY-Standard sowie unser umfassendes Kontrollsystem, das externe Prüfer einschließt, das Risiko effektiv vermindert, dass so etwas heute passiert.”

Jeanette Skjelmose, Sustainability Manager bei IKEA of Sweden






 
 

 
 

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